Asbest
Seit langem ist die Asbestproblematik bekannt. Asbest ist eine Gruppenbezeichnung für faserartige Mineralien auf Silikatbasis. Asbest, das vor allem in den 1960er und 1970er Jahren vielfältig eingesetzt wurde, kann schwere und häufig tödlich verlaufende Krankheiten verursachen, die aber oft erst nach einer Latenzzeit von 30 bis 40 Jahren auftreten.
Vorkommen: Gardinen, Teppiche, Nachtstrom-Speicheröfen, Dämm-Material….

Künstliche Mineralfasern
„Aus Fehlern sollte man eigentlich lernen. Als Ersatzwerkstoffe für Asbest haben sich im Laufe der Jahre die künstlichen Mineralfasern (KMF) etabliert.
Aufgrund der Erfahrungen mit Asbest hat die Weltgesundheitsorganisation eine Definition der lungengängigen Fasern vorgenommen. Bei Faserstäuben, die eine längliche Form aufweisen, sind Faserabmessungen dann besonders kritisch, wenn die Fasern eine Länge von mehr als 5 Mikrometer, einen Durchmesser von weniger als 3 Mikrometer und ein Längen-Durchmesser-Verhältnis von mehr als 3 zu 1 aufweisen. Denn in diesem Fall können sie in die tieferen Atemwege sehr leicht vordringen. Einige Faserstäube gelten als Risikofaktoren für Lungenkrebs, unter anderem Asbest, Glaswolle, Steinwolle, Schlackenwolle und Aluminiumsilikatfasern.